Bericht vom Wahlkampfseminar in Mainz
Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Wahlkampfes. Aber nicht nur für Hessen und Niedersachsen, sondern auch für die GJ Stuttgart.

Die Atlantische Akademie lud zum Seminar
Wahlkämpfe in Deutschland und den USA, Gewinnen um jeden Preis?
In gemütlicher Atmosphäre und in einem christlichen Domizil wurden wir innerhalb von zwei Tagen zu Wahlkampfprofis ausgebildet. Eingeläutet wurde das Seminar von Prof. Dr. Michael Vester, der die Wählerlandschaft erläuterte. Mr. Daniel Gotoff von Lake Research Partners (Washington/New York) gewährte den Teilnehmern anschließend Einblicke in die Wahlkampfführung der USA.
Durch zwischenzeitliche Mittags-, Kaffee- und Frühstückspausen ging es am Samstag dann weiter mit den Vorträgen Grassroots – Campaining Internet in den USA und Deutschland. Hier wurde deutlich dass, die US- Wahlkämpfe enormen Vorsprung in Sachen Internetwahlkampf gegenüber Deutschland haben.
Vertieft wurden die Referate durch anschließende Diskussionsrunden, die unterhaltsam und informativ zugleich waren, da doch eine dreigliedrige Parteienlandschaft vertreten war. Die größte und vor allem jüngste Fraktion stellten natürlich wir.
Bei der abschließenden Reflektion in den Fortbewegungsmitteln der DB AG, konnten wir folgendes Fazit ziehen.
Jonas: Ansprechendes und instruktives Seminar. Die amerikanischen Strategien können aber nicht 1:1 in Deutschland umgesetzt werden. ‘Haus-Partys’ klingen jedoch verlockend und ansprechend.
Benjamin: Ein super Seminar! Viel frischer Input, interessante Statements, jede Menge tasty food und ganz toll: die Anglizismen! :-) Nee, im Ernst: ich denke, wir können uns hier und da sicher ein Beispiel an der Wähleranwerbung in den USA nehmen. Dennoch halte ich das Negative Campaigning in seiner dortigen Ausprägung für ein zweifelhaftes Instrument – nicht gerade die feine englische Art…
Bastian: Dass der Wahlkampf in Deutschland wesentlich sachlicher geführt wird als in den USA, ist meine erste Erkenntnis aus dem Seminar. Die zweite ist, dass sich das allerdings gerade ändert. Und die dritte und wichtigste Erkenntnis ist, dass die zukünftige Entwicklung nicht von den deutschen PolitikerInnen und ihren Wahlkämpfen abhängt, sondern von den WählerInnen und davon wie sich sich informieren und wovon beeindrucken lassen.




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